Automatisiert lokale PST Dateien finden und auswerten

Automatisiert lokale PST Dateien finden und auswerten

Wie man automatisiert PST Dateien finden kann ohne dabei auch nur einen Finger krumm zu machen.

Das Problem

Aktuell befindet sich viele Unternehmen noch immer in der Windows 10 Migrations-Phase. Dabei werden in den meisten Fällen alle Desktop- und Notebook Rechner neuinstalliert. Doch was befindet sich auf den bestehenden Computern? Mit welchen Programmen arbeiten meine Mitarbeiter? Welche Dateien sind lokal gespeichert? Um den Usern eine möglichst “weiche” bzw. “angenehme” Migration-Erfahrung zu bieten, müssen diese Punkte vorab geklärt werden.

Häufig vergessen, werden jedoch lokale Outlook Postfächer. Viele User erstellen sich Ihre eigene Postfächer und haben Mails darin. Damit diese nicht bei der Migration verloren gehen, muss man als Administrator im kompletten Netzwerk alle PST Dateien finden.

Die Rechner sind meistens jedoch nicht immer eingeschaltet. Somit ist es oft schwer Zugriff auf die Geräte zu bekommen, besonders wenn es mehrere Standorte gibt. Bei kleineren Unternehmen ist dies oft nicht so schwer - Turnschuhadmin-Methode reicht hier aus. Bei Konzernen mit mehreren hundert oder tausend Anwendern ist dies manuell ist machbar. Es muss eine zentrale Auswertungsmöglichkeit geben.

Die Lösung zum PST Dateien finden: PST File Reporting Tool

PST Dateien finden kann manuell eine Herausforderung sein. Entweder man erstellt sich ein Powershell Script das mit Invoke-Commands sich auf einen Computer einloggt und im Benutzerkontext die PST Dateien ausliest und in einer Datei abspeichert, oder aber, man nutzt ein fertiges Tool für diesen Job. In diesem Artikel möchte ich Euch das Programm “PST File Reporter” vorstellen. Es handelt sich dabei um eine Webanwendung die Ihnen alle PST Dateien im Unternehmensnetzwerk anzeigen kann.

pst file reporting dashboard

Die Webanwendung kommt von einem Client-Script die Informationen über die PST Dateien gesendet und zeigt Ihnen diese Daten auf einem zentralen Dashboard an. Das Client-Script muss per Gruppenrichtlinie (GPO) im Benutzerkontext ausgeführt werden. Der Rest ist abwarten bis alle Daten eingesammelt wurden. Sobald alle Benutzer an Ihren Rechner einmal angemeldet waren, sollten die Daten im Dashboard zu sehen sein. Administratoren können Sie anschließend einen Report aus dem Dashboard herunterladen. Darin enthalten sind Informationen über Benutzer, Computername, Datum der Ermittlung, Speicherort der PST Datei sowie die Dateigröße.

Einsatz-Szenarien

PST File Reporting macht nicht nur bei Windows 10 Migrationen Sinn. Mögliche Einsatz-Szenarien sind:

  • Windows Migrationen (Windows 7 auf Windows 10)
  • Inventarisierung vor Neuinstallation
  • Regelmäßige Auswertung und Statistik von Datenvolumen auf Computern

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